In loser Folge stellen wir auf unserem Blog Mitarbeiter von Cobalt Recruitment vor. Den Auftakt zur neuen Serie macht Robin Lemke aus Düsseldorf, Consultant im Bereich Construction & Technical Real Estate. Robin Lemke ist 33 Jahre alt, ledig und seit 1,5 Jahren für Cobalt tätig. Im Interview verrät er, wie er vorgeht, um Kandidaten bei der Karriereplanung zu helfen, was in seiner Branche derzeit am meisten gefragt ist und welche Vorteile eine Personalberatung wie Cobalt gegenüber E-Recruiting-Portalen bietet.

Recruiter Robin Lemke

Was ist Deine Aufgabe bei Cobalt Recruitment? Auf welche Berufsfelder bist Du spezialisiert?

Mein Fokus liegt bei den technischen Positionen der Bau- und Immobilienbranche. Ich vermittle vor allem Bauingenieure und Architekten auf Positionen wie Bau- und Projektleitung, Projektsteuerung, Facility oder Property Management.

Was hat Dich für diese Aufgabe qualifiziert? Welcher Weg hat Dich zu Cobalt Recruitment geführt?

Zum einen war da mein Interesse für die Branche. Hinzukommt meine Affinität zum Thema Sales. Vor allem aber habe ich großen Spaß im Umgang mit Menschen.

Kannst Du einen typischen Arbeitstag von Dir beschreiben?

Einfache Antwort: Nein (lacht). Jeder Tag ist anders und lässt sich daher nur teilweise planen. Auf jeden Fall gibt es häufig Kaffee. Von außen betrachtet bin ich sicherlich jemand, der in seiner Arbeitszeit vorwiegend damit beschäftigt ist, zu telefonieren.

Was ist wichtiger für die Arbeit eines Consultants – Menschenkenntnis oder die Sachkenntnis in der Branche, in der Du Personal vermittelst? Oder lässt sich beides nicht wirklich trennen?

Letzteres: Es lässt sich nicht wirklich trennen. Menschenkenntnis und Sachkenntnis sind elementare Bestandteile der Arbeit eines Consultants. Die notwendige Sachkenntnis kann im Grunde fast jeder erwerben. Das gilt leider nicht für den Umgang mit Menschen. Menschenkenntnis zu erlernen ist etwas schwieriger, wenn man das nicht schon mitbringt.

Kannst Du uns anhand eines Beispiels erklären, wie Du den jeweils richtigen Mitarbeiter für eine Stelle findest?

Sofern das möglich ist, suche ich immer das persönliche Gespräch – sowohl mit dem Kandidaten als auch mit den Unternehmen. Nur so kann ich die Schnittmenge zwischen beiden Seiten nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern auch auf der persönlichen Ebene identifizieren.

Dafür fahre ich beispielsweise immer zu den Unternehmen und schaue mir die Gegebenheiten vor Ort an: Ist das ein eher konservativer Konzern oder ein junges dynamisches Unternehmen? Wie sind die Räumlichkeiten, wie die Stimmung? Ich verschaffe mir also einen möglichst umfassenden Eindruck vom Unternehmen.

Auch bei den Kandidaten geht es mir nicht nur um deren fachliche Qualifikation, sondern um das gesamte Bild des Menschen: Wie tickt der- bzw. diejenige persönlich? Ist das jemand, der/die eher in klar strukturierte Unternehmen mit klar definierten Kompetenzbereichen passt? Oder ist das jemand, der/die unternehmerisch denkt und entsprechende Freiheiten braucht, keine Scheuklappen hat und auch mal nach links und rechts schaut? Dafür ist das persönliche Gespräch mit Bewerbern unerlässlich.

Die fachliche Kompetenz lässt sich in diesen Gesprächen relativ schnell herausfinden. Hilfreich ist hier ein genauer Blick auf die bisherigen Berufsstationen. Wichtig für mich ist dann auch noch, welche Präferenzen der Kandidat für seine berufliche Zukunft hat.

Passt das dann alles zusammen, habe ich für beide Seiten die perfekte Lösung gefunden.

Ein Teil Deiner Arbeit besteht auch darin, dass Bewerber/Kandidaten sich an Dich wenden können, wenn diese ihre Karrierechancen verbessern möchten. Welche Informationen brauchst Du von den Bewerbern für diese Beratung? Und welche Angebote kannst Du dann machen?

Für mich relevante Informationen in diesem Zusammenhang sind zunächst natürlich die fachlichen Qualifikationen. Was hat der/die Kandidat/in bisher gemacht. Wo will er/sie hin? Wo liegen die eigenen Stärken? Wo ist noch Potential und Luft nach oben? Auf der Grundlage dieser Informationen kann ich dann meist auch sehr konkrete Angebote machen. Da ich mit vielen Unternehmen im Kontakt bin, habe ich einen sehr guten Überblick darüber, was am Markt gewünscht und gefordert ist sowie umgekehrt, was nicht mehr erwünscht oder gebraucht wird.

Insofern kann ich Kandidaten immer auch beratend zur Seite stehen und ihnen ein Feedback darüber geben, wie sie sich auf dem Arbeitsmarkt am besten präsentieren können. Genau darin sehe ich auch den großen Vorteil, den wir, Cobalt Recruitment, Bewerbern zu bieten haben.

Wer sich auf E-Recruiting-Portalen und Stellenbörsen wie Stepstone und Co. bewirbt, kann allein anhand der Stellenausschreibungen nicht wirklich abschätzen, was auf dem Markt gefragt ist. Selbst die regelmäßige Lektüre der Immobilienzeitung oder anderer Fachmedien hilft da nur bedingt weiter.

Durch meinen ständigen Austausch mit Unternehmen, weiß ich recht genau, was die Bau- und Immobilienbranche aktuell bewegt. Ich bin daher letztlich so etwas wie die Schnittstelle zwischen den Bedürfnissen der Unternehmen und den Wünschen der Bewerber. 

In Bezug auf die Branche, auf die Du spezialisiert bist: Welche beruflichen Trends siehst Du für die kommenden Jahre?

Um mich hier kurz zu fassen, nenne ich ein aktuelles Thema, das die Branche bewegt: BIM. Das steht für "Building Information Modelling" (deutsch: Bauwerksdatenmodellierung). Diese Methode zur optimierten Planung, Bauausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software wird bei meinen Kunden immer wichtiger und ist ein Trend, der sicher auch noch längere Zeit anhalten wird. Wer sich in diesem Bereich auskennt und Erfahrungen mitbringt, darf sich über sehr, sehr gute Karrierechancen freuen.

Was schätzt Du an der Arbeit für Cobalt Recruitment?

Ich schätze die Vielseitigkeit meines Jobs und dass mir sehr viel Raum bei der Ausgestaltung meiner Tätigkeit gelassen wird. Man bekommt relativ wenig vorgegeben und ist eher so etwas wie ein Unternehmer im Unternehmen, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß. Zudem wird Leistung honoriert – und das auf verschiedensten Ebenen. Last but not least verdanke ich es Cobalt, mit sehr interessanten Menschen aus der Branche sowie bei Cobalt selbst zu tun zu haben.

Und jetzt noch ein Schnellrunde, bei der Du bitte jeweils kurz antwortest und möglichst das nennst, was Dir zuerst in den Sinn kommt.

Im Auto/unterwegs höre ich am liebsten:

Elektro oder Metal

Wenn ich ein Tier sein könnte, wäre ich gerne:

King Louie, der König der Affen aus dem Dschungelbuch

Mit dieser berühmten, lebenden oder bereits toten Persönlichkeit würde ich gerne einmal einen Tag verbringen:

Oh, da gibt es viele, aber am liebsten mit Nietzsche.

Mein Lieblingsbuch (oder Lieblingsfilm oder Lieblingsserie):

Steppenwolf von Hermann Hesse

Meine Kollegen schätzen an mir:

Wenn ich im Home-Office bin (lacht). Scherz beiseite: Ich würde sagen, meine offene Art.

Eine "Sünde", auf die ich keinesfalls verzichten will, ist:

Ja, so offen bin ich dann doch nicht.