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Apr112018

Welcher Beruf passt zu mir? Auf der Suche nach dem beruflichen Glück.

Auf dem Bild sehen Sie einen jungen Mann, der lächelnd am Schreibtisch sitzt. Ob Berufseinsteiger oder langjähriger Arbeitnehmer, viele fragen sich: Welcher Beruf passt zu mir? Ein positiver Aspekt des heutigen Arbeitsmarktes ist es, dass diese Frage nicht nur einmal beantwortet werden kann. Die wenigsten Karrieren sind heute noch sogenannte Kaminkarrieren, in denen man die gesamte Berufslaufbahn in ein und demselben Job verbringt.

Stattdessen etabliert sich die Patchwork-Laufbahn, bei der über die Jahre verschiedene Berufe ergriffen werden. Ein Vorteil der Patchwork-Laufbahn ist es, dass sich stets neue Möglichkeiten eröffnen, einen Beruf zu finden, der zu einem passt.Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie herausfinden, was Ihnen im Berufsleben wirklich wichtig ist und wie Sie dadurch geeignete Berufsfelder für sich erschließen können.

Persönliche Stärken in den Beruf einbringen können

Berufliches Glück zu finden, heißt auch einen Beruf zu finden, der die eigenen Stärken widerspiegelt. Schließlich wollen Sie Ihren Job auch so erledigen, dass Sie selbst zufrieden mit Ihrer Arbeit und stolz auf die Ergebnisse sind. Um herauszufinden, was die eigenen Stärken sind, sollte man nicht nur auf sein Selbstbild vertrauen.

Häufig ist man mit sich selbst nicht ganz ehrlich und ordnet sich selbst Fähigkeiten und Stärken zu, über die man gerne verfügen würde, die aber nicht dem eigenen Charakter entsprechen. Fragen Sie daher ein paar Freunde oder Bekannte, wie deren Einschätzung Ihrer Stärken ausfällt und vergleichen Sie die Ergebnisse. Mit der Kenntnis Ihrer Stärken können Sie sich nun informieren, in welchen Berufen diese Stärken besonders gefragt sind.

Um für sich selbst Ihre Stärken zu definieren und zu fördern, können Sie systematisch vorgehen:

  1. Stärken ermitteln: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie die Stärken auf, die Ihnen Spaß machen und die Sie besser können als andere. Versuchen Sie sich dabei auf 7 Punkte zu beschränken, da die Auswahl sonst zu beliebig wird.
  2. Stärken messen: Bewerten Sie Ihre Stärken durch eine Skala von 1 bis 7. Die 1 könnte für "Kann ich gut" (niedrigster Wert), die 7 für "Darin bin ich herausragend (höchster Wert) stehen. Mit diesem System filtern Sie noch einmal, welche Ihre Top-Stärken sind.
  3. Stärken entwickeln: Haben Sie nun Stärken gefunden, die Ihnen persönlich wichtig sind, die auf der Skala aber weniger als 6 Punkte erhalten haben? Dann überlegen Sie, wie Sie diese Stärken gezielt fördern können. Vergleichen Sie sich mit Menschen, die wirklich gut in diesen Dingen sind, schauen Sie, was sie anders machen und lernen Sie von ihnen.

Wussten Sie als Kind schon, welcher Beruf zu Ihnen passt?

Amazonasforscher, Astronaut oder Schatzsucher – als Kind hatten Sie sicherlich genaue Vorstellungen davon, was Sie einmal werden möchten. Klar, die Wünsche änderten sich auch mal, wenn Sie eine neue Begeisterung für etwas entwickelten. Sie waren aber stets aus tiefstem Herzen überzeugt, dass Sie genau diesen einen Beruf ausüben würden, egal, was die Erwachsenen dazu sagten.

Mit den Jahren kamen dann bei den meisten externe Einflüsse mit ins Spiel, die sie von Ihrem Berufswunsch abbrachten. Seien es die überschaubaren Zukunftsaussichten für einen Indiana Jones auf dem Jobmarkt oder die Überzeugungsarbeit der Verwandten, die sie zu einer handfesten Ausbildung überredeten.

Ein Ausflug zurück zu den Wünschen Ihrer Kindheit kann Ihnen helfen, den passenden Beruf zu finden. Überlegen Sie, was genau Sie damals an den einzelnen Berufen begeistert hat und ob es das nicht auch heute noch tut. Einzelne Komponenten dieses Jobs lassen sich auch in das erwachsene Berufsleben integrieren. Sie müssen heute sicherlich nicht mehr unbedingt mit einer Machete bewaffnet durch den Dschungel rennen, um Ihr Interesse an alten Kulturen auszuleben. Dies ließe sich zum Beispiel auch mit einem Job in einem Museum verwirklichen.

Welcher Beruf passt zu mir? Welcher nicht? – Traum- und Albtraumjob ausmalen

Bauen Sie Luftschlösser und malen Sie sich Ihren absoluten Traumjob aus – und das unabhängig von bestimmten Berufen oder Berufsfeldern. Stellen Sie sich Fragen wie:

  • Möchte ich in einem Büro arbeiten?
  • Ist mir eine flexible Arbeitszeitgestaltung wichtig?
  • Möchte ich einen aufregenden Arbeitsalltag haben?
  • Wären Geschäftsreisen ein spannender Bestandteil meiner Arbeit?

Nachdem Sie die Bedingungen genauer bestimmt haben, können Sie einzelne Berufe auf Ihre Wünsche hin prüfen. Wenn Ihr jetziger Job den Anforderungen nicht entspricht, ist das vielleicht ein Anreiz und Indikator für eine berufliche Neuorientierung.

Tipp: Häufig ist es leichter sich vor Augen zu führen, was man nicht will. Probieren Sie daher mal ex negativo zu formulieren, also sich vorzustellen, was Ihr absoluter Albtraumjob wäre. Der könnte zum Beispiel aus Wochenendarbeit oder der Arbeit im Service-Bereich mit genervten Kunden bestehen. Mit diesem Ausschlussverfahren sortieren Sie nach und nach immer mehr Berufsfelder aus und kommen so dem Job, der zu Ihnen passt, wieder ein Stück näher.

Muss ein Beruf, der zu mir passt, auch mein Traumjob sein?

Viele Ratgeber propagieren, dass man jeden Arbeitstag voller Leidenschaft starten muss, um die berufliche Erfüllung zu finden. Der Autor Volker Kitz erklärt in seinem Buch "Feierabend! Warum man für seinen Job nicht brennen muss", dass man seinen Beruf auch mögen kann, ohne dass einem jede Tätigkeit in einen Glücksrausch versetzt.

Vielmehr kann sogar die Maxime, der Job habe glücklich zu machen, dazu führen, im Arbeitsalltag erst recht unglücklich zu werden. Seine Arbeit gut zu machen und sich dessen bewusst zu sein, kann schließlich auch zu einem erfüllten Berufsleben führen. Oder wie James Matthew Barrie, der Autor von Peter Pan, es formulierte: "Das Glück liegt nicht darin, das zu tun, was man mag, sondern das zu mögen, was man tut."

Bildquelle: Shutterstock

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mittwoch, den 11.04.2018 und ist abgelegt unter Arbeit und Beruf. Sie können unseren RSS 2.0 News Feed hier abonnieren.

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