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Apr032018

Gesucht: Berufe mit Zukunft

Berufe mit Zukunft: Symbolfoto junger Leute bei verschiedenen Tätigkeiten am Schreibtisch Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sind 12 Prozent der Jobs in Deutschland vollständig automatisierbar und damit akut von der digitalen Revolution bedroht. 

 

Wir werfen einen Blick auf die Arbeitswelt 4.0 und nennen Ihnen Berufsfelder, die auch in Zukunft sichere Jobs versprechen.

Willkommen im zweiten Maschinenzeitalter

Innovationen, die es schaffen, bewährte Techniken zu ersetzen und vom Markt zu verdrängen, können als disruptive Technologien bezeichnet werden. Die disruptive Kraft der Digitalisierung ist gerade dabei unseren Alltag, aber auch die Wirtschaft neu zu gestalten. Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, zwei Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, haben für die damit einhergehenden Veränderungen den Begriff zweites Maschinenzeitalter geprägt.

Das erste Maschinenzeitalter begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit der Erfindung der Dampfmaschine und führte zur Automatisierung manueller Arbeiten. Menschen wurden von schwerer körperlicher Arbeit entlastet, wurden durch Maschinen jedoch nicht ersetzt, sondern lediglich durch sie ergänzt. Menschen entschieden also immer noch, wann Maschinen, was für sie taten.

Das zweite Maschinenzeitalter bringt nun eine Automatisierung von Wissensarbeit mit sich. Intelligente Maschinen können bei Bedarf auch selbstständig entscheiden, wann und was sie leisten. Diese Autonomie der Maschinen stellt die menschliche Arbeit und damit auch viele Berufe in Frage. Wird der Mensch als Entscheider künftig überhaupt noch benötigt?

Berufe ohne Zukunft – Routine wird ersetzt

Berufe mit stark routinierten Arbeitsabläufen dürften in den kommenden Jahren nach und nach obsolet werden. Hier macht die Maschine den Menschen überflüssig. In Fertigungsberufen werden schon heute rund 70 Prozent der Tätigkeiten von Computern übernommen.

Aber nicht nur Fertigungsarbeiter am Fließband müssen um ihre Jobs fürchten, auch auf Büroangestellte oder Beschäftigte im Bankensektor kommen Disruptionen zu. So führte zum Beispiel die Einführung des Online-Bankings bereits dazu, dass Bankfilialen geschlossen wurden. Auch in Büros werden viele Tätigkeiten, die heute noch manuell erledigt werden (z. B. Dateneingabe und Abrechnungserstellungen), in Zukunft automatisch gesteuert werden.

Berufe mit Zukunft – wenn die Maschine den Menschen nicht ersetzen kann

Wem diese Prognosen zu düster erscheinen, der sollte sich auf die Berufe mit Zukunft konzentrieren. Hier menschelt es gewaltig, denn gerade Berufe, in denen es um menschliche Interaktion geht, dürften zumindest in den nächsten Jahrzehnten weiterhin Bestand haben.

Arbeitsforscher zeigen sich besonders bei Berufen optimistisch, in denen Eigenschaften gefragt sind, die nur der Mensch mitbringt. So werden auch in der Arbeitswelt 4.0 Lehrerinnen, Kindergärtner und Pflegepersonal gebraucht. Zum einen, weil Menschen die Erziehung und die Pflege nicht in die Verantwortung von Maschinen geben wollen und Empathie und menschliche Wärme von keiner Maschine ersetzt werden kann.

Zum anderen, da die ungeklärte Frage der Haftbarkeit weiterhin im Raum steht. Wer haftet zum Beispiel, wenn ein Roboter in der Kita beim Wickeln ein Kind fallen lässt? Wer ist schuld, wenn der Erstickungsanfall eines Patienten von einem Pflegeroboter als harmloses Schnarchen gedeutet wird?

Soziale Berufe mit Zukunft:

    • Altenpfleger
    • Erzieher
    • Lehrer
    • Sozialpädagoge
    • Ergotherapeut
    • Krankenpfleger
    • Heilerziehungspfleger

"Die Durchschnittlichkeit ist vorbei" – Spezialisierungen sind angesagt

"Average is Over" – unter diesem Buchtitel stellt der Ökonom Tyler Cowen seine Vision der Arbeitswelt 4.0 vor. Was im ersten Moment hart klingt, muss Sie nicht unbedingt erschrecken. Denn mit dem Ende der Durchschnittlichkeit ist nur gemeint, dass die Stunde der Spezialisten geschlagen hat. Klar, auch hier sind erst einmal technische Spezialisierungen gefragt: Fähigkeiten im Umgang mit moderner Technologie, mit denen Nutzen aus der Technik gezogen werden kann.

Aber auch alle kreativen Köpfe können aufatmen, denn einzigartige Begabungen in künstlerischen Bereichen oder im Handwerk lassen sich auch von den intelligentesten Maschinen nicht nachahmen. Kreative Berufe mit Zukunft sind unter anderem Designer, Artdirector, Mediengestalter oder Kunsthandwerker.

Jobs mit Zukunft, die von der Zukunft geschaffen werden

Auch wenn einige Zukunftsforscher und Philosophen propagieren, dass der Mensch sich mit der stetigen Weiterentwicklung der Maschinen selber abschafft: Die digitale Revolution hat bereits jetzt viele neue Berufsfelder geschaffen. In sämtlichen IT-nahen Feldern werden händeringend Digitalexperten gesucht.

Neue Berufe mit Zukunft in der digitalisierten Welt:

  • Data Scientist: Data Scientists bereiten Big Data so auf, dass die Daten für die Verbesserung von Produkten und Produktionsverfahren genutzt werden können. Datenanalysten müssen daher sowohl IT-Systeme als auch Fertigungsprozesse verstehen. Grundvoraussetzung für diesen Job sind Programmierkenntnisse und eine analytische Denkweise.
  • Online Marketing Manager: Der E-Commerce bringt jede Menge neue Vermarktungsformen mit sich. Der Online Marketing Manager analysiert die Zielgruppe seines Produktes und ist für gezielte Werbemaßnahmen verantwortlich. Hier eignet sich ein Marketing- oder BWL-Studium, aber auch Quereinsteiger können in diesem Beruf erfolgreich sein.
  • SEO-Manager: Groß, bunt, vielfältig – das Internet ist ein Tummelbecken für Informationen und Produkte. Daher werden meist Suchmaschinen wie Google benutzt, um Dinge im Internet zu finden. Wer als Unternehmen erfolgreich sein will, muss in den Suchergebnissen auf den oberen Plätzen stehen. Dafür sind SEO-Manager zuständig. Sie analysieren Webseiten auf ihre Suchmaschinenfreundlichkeit und optimieren sie. Auch hier eignet sich ein Marketing- oder BWL-Studium bzw. eine vergleichbare Ausbildung.
  • Software Engineer Mobile: Mobile Geräte werden immer mehr als Hauptquelle für den Bezug von Inhalten aus dem Internet genutzt. Der Software Engineer Mobile entwickelt, programmiert und pflegt webbasierte Apps. Für diesen Job eignet sich ein Studium der IT oder Wirtschaftsinformatik. Häufig zählen Berufserfahrung und erfolgreiche Projekte jedoch mehr als ein Studium, deswegen sind "Selbsterlerner" hier äußerst willkommen.

    Fazit: Müssen wir nun wirklich voller Angst und Bange in die Zukunft der Arbeitswelt blicken? Die Digitalisierung bringt auf jeden Fall auch im Berufsleben große Veränderungen mit sich. Veränderungen, die aber nicht zwangsläufig heißen müssen, dass wir auf eine weltweite Massenarbeitslosigkeit zusteuern. Es liegt an uns, die Potenziale der neuen Technologien zu erkennen und neue Berufsfelder zu entdecken. Wie sagte schon Leonardo da Vinci? "Sinnbild des Fortschritts: Eines vertreibt das andere."

Bildquelle: Shutterstock

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Dienstag, den 03.04.2018 und ist abgelegt unter Arbeit und Beruf. Sie können unseren RSS 2.0 News Feed hier abonnieren.

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